Die Grenzen des eigenen Tellerrandes

und fragwürdige feministische Frauenbilder

Letzte Woche hat der Spiegel ja eine Welle der Empörung im feministischen Lager ausgelöst, indem er mit dem Thema Maternal Gatekeeping einen Grund angesprochen hat, weswegen Männer sich weniger um ihre Kinder kümmern, als sie eigentlich vor der Geburt wollen. Ein altbekanntes Thema, passend zu meiner Trennungszeit schon in einer „Psychologie Heute“ behandelt fand. Und auch wenn es dafür mehr als einen Grund gibt (ich habe dafür 6 Gründe ausgemacht, aber es gibt bestimmt noch ein paar mehr), ist es doch gut, sich mal mit einigen dieser Themen einzeln zu beschäftigen, vor allem wenn es ein Thema ist, welches Studien zufolge über 20 % der Familien betrifft.

Die Reaktionen auf Twitter waren wie zu erwarten FeministInnen wie Antje Schrupp forderten die Abschaffung des Konzepts Vaterschaft

Nachdem sie für ihren Unfug einen Shitstorm erntete fabulierte über die Verschwörungstheorie von der ‚Herrschaft von „Vätern“‘,

Anne „können-wir-nicht-die-257-Seximus-Debatte-führen“ Wizorek, beschwerte sich, dass der Spiegel das erste Mal seit x Jahren die Benachteiligung von Vätern thematisierte.

Der Rest erklärte mehr oder weniger despektierlich, das Männer doch eigentlich selbst schuld seien.

Aber auch von den „neuen Vätern“ wurde selten Positiv über den Artikel geschrieben

Volker Baisch z.B. ist Gründer der Väter gGmbH, einer sehr erfolgreichen und auch sehr lobenswerten Organisation, die bemüht ist Vaternetzwerke in Firmen aufzubauen und Firmen den Mehrwert eines väterfreundlichen Klimas zu vermitteln. Letzte Woche hat er auf LinkedIn mit einem Kommentar zur letzten Spiegel-Coverstory gepostet, der den selben Schuld-Tenor der feministischen Kommentare auf Twitter traf, und lieber auf die Benachteilung von Müttern verwies.

Jetzt schrieb er hierzu nochmal ein Fazit-Kommentar zu der „hochemotionalen Diskussion“ die er auslöste.

Vielleicht ist diese Diskussion ein guter Anlass, einmal aus ganz persönlicher Sicht zurückzuschauen:
Um die Jahrtausendwende habe ich gemeinsam mit meiner Frau unsere beiden Töchter, heute 17 und 21 Jahre alt, großgezogen. Wir waren beide berufstätig, für uns war damals klar: Wir teilen uns das, soweit es geht, 50:50 auf. Kinder, Haushalt, all die Sachen.

Dass ich mich damals diskriminiert fühlte, lag an meinem damaligen Arbeitgeber und einigen meiner Kollegen. Statt Unterstützung für mein Bekenntnis zur Familie gab es nur dumme Sprüche bis hin zu mehr oder weniger latentem Mobbing.

https://www.linkedin.com/feed/update/urn:li:activity:6834441202402656256/

Es ist gut sich seiner Geschichte bewusst zu sein. Erstens um seinen Frieden zu machen und auch um nochmal um seine Verantwortungen und Leistungen auszusortieren, aber sein Beitrag, zeigt auch die Risiken des eigenen Tellerrandes.

Wenn Er sagt, er fühlte sich nur auf der Arbeit diskriminiert, dann sprich das erstmal für die Kooperationswilligkeit seiner Frau und ihre Ehe, weil er sich nie Gedanken über die Konsequenzen von Trennungen machen musste und es erklärt, warum er seiner beruflichen Frusterfahrung sein Projekt Väter gGmbH aufgebaut hat, für dessen Erfolg ich ihn ganz aufrichtig bewunderte, denn finde es hervorragen, wenn Menschen in ihrem Leben ein Problem entdecken und so fokussiert an der Verbesserung der Situation arbeiten. Aber der eigene Tellerrand macht vielleicht etwas Betriebsblind für die Probleme, die in anderen Familien herrschen und nein der Spiegelartikel ist trotz seines marketingtechnisch reißerischen Titels keine exklusive Abwälzung der Verantwortung auf die Mütter, aber er betrachtet vielleicht einfach Paare, die anderes sind, als die ca. 15 % wo beide komplett an dem Familieneinkommen arbeiten, wie im Fall von Volker Baisch.

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Meine Geschichte ist auch eine Andere.

Maternal Gatekeeping war für mich nie ein Problem, auch wenn meine erste Frau es mal probiert hat, aber ich habe eine kleine Schwester mit groß gezogen und ich konnte lange vor ihr Windel wechseln, man konnte mir ein heulendes Kind geben und in der Regel war es kurz darauf ruhig, sodas mich eine Arbeitskollegin schon fragte, ob ich nicht ihre Tagesmutter werden will.

Da ich seit meinem Studium Selbstständig gearbeitet habe, war der Arbeitsplatz nie ein Problem für mich. Ich habe zugesehen, dass ich einen großen Teil meiner Aufgaben zu Hause erledigen konnte, die konnte ich zum großen Teil auch abends machen, nachdem ich meinen Sohn ins Bett gebracht hatte. und habe das erste mal 40 Stunden außer Haus gearbeitet als mein Sohn dreieinhalb war. Und die Zwei Monate, die ich mir nach der Geburt frei nahm, machte ich auf eigene Kosten, denn Elterngeld gab es 1999 noch nicht.

Das erste Mal diskriminiert habe ich mich gefühlt, als ich 1996 die Vaterschaftsanerkennung meines ersten Sohnes unterschrieb.

Der Jugendamtsmitarbeiter sagte mir trocken ins Gesicht

„Rechte haben sie damit gar keine, Sie dürfen nur zahlen und wenn die Mutter stirbt können sie versuchen den Jungen zu adoptieren, falls IHNEN irgendein Richter das zutraut.“

Zur Erklärung, ich hatte damals gerade mein Philosophiestudium abgebrochen und meine Selbstständigkeit in der IT begann gerade meinen Lebensunterhalt zu finanzieren, aber meine Erscheinung implizierte in seiner Aussage wohl „was bestimmt kein Richter tun wird“.

Ich hatte mich damals nie mit den Rechten von Vätern beschäftigt und hielt Gleichberechtigung seit je her für eine wichtige Sache, aber die gab und gibt es im Familienrecht nicht:

  • Umgangsrecht für unverheiratete wurde erst zwei Jähre nach der Geburt meines Sohnes ins Gesetz geschrieben.
  • Sorgerechts war damals nur durch Adoption und Sorgerechtsaufgabe der Mutter zu bekommen. Mit Zustimmung der Mutter wurde das gemeinsame Sorgerecht erst 1998 Gesetz.
  • Erst seit 2013 kann ein Vater das Sorgerecht auch einklagen, wenn die Mutter die Sorgerechtsvereinbarung nicht freiwillig unterschreibt. Automatisch gibt es gar nichts, obwohl alle Experten, die das Justizministerium seit 2018 gefragt hat, das befürworten.

Rechte hatte man damals als unverheirateter Vater tatsächlich gar keine und der Spiegelslogan „Vater von Mutters Gnaden“ war bei unverheirateten Vätern bis 2013 Gesetzestext. Wenn man nicht innerhalb der Beziehung mit einer unwilligen Partnerin vor Gericht ziehen will, gilt das auch heute noch. Augenhöhe sieht irgendwie anders aus.

Da meine Freundin hatte bis dahin schon mehrfach mit Trennung gedroht hat, habe ich sie lieber geheiratet, um es meinem Sohn zu ersparen, das seine Mutter mit ihm einfach verschwinden kann und er mich nie wieder sieht.

Als es 4 Jahre und ein weiteres Kind später doch zur Trennung kam, war der Plan der Mutter durchaus „300 km weg zu ziehen, mich da sitzen zu lassen und mit einem anderen Neu zu starten.“

Es war unglaubliches Glück, dass mir anders erging, als vielen anderen Vätern, die ich in den letzten 20 Jahren kennengelernt habe. Ich habe das tatsächlich hauptsächlich dem Umstand zu verdanken, dass meine Frau bei der Sachbearbeiterin vom Jugendamt einen äußerst schlechten Eindruck hinterließ, während ich mit der Frau wunderbar klarkam. Sie hat meiner Ex-Frau dann offensichtlich klargemacht, was passieren würde, wenn ich meine Ko-Operationsbereitsschaft fallen lassen würde und hat meine Frau überzeugt meinen Sohn probeweise zu mir zurückziehen zu lassen. In den drei Monaten, die mein Sohn bei mir lebte und machte meine Frau eine 180 Grad Wandlung. Es ist erstaunlich, was möglich ist, wenn die Mutter dann mal Umgangsmutter wird und am Telefon erfährt, dass der Sohn heute Seepferdchen gemacht hat. So wurden wir 2005 das erste Paar in unserem Umfeld, dass die Kinder im Wechselmodell erzog, und wir wurden Vorbild für viele unserer Bekannten, die auch in Trennung lebten, denn das meine Frau in ihrer Freizeit in einer Rockband singen konnte und noch ein zwei Ausbildungen neben Arbeit und Kindern absolvierte, wirkte wohl auch für einige andere Mütter attraktiv.

Natürlich könnte ich bei Betrachtung meines Tellerrands sagen, worüber jammern Vaterrechtler? Geht doch, wenn ihr nur wollt. Aber leider habe ich über den Tellerrand geblickt, als ich selber noch in der Sorge lebte, dass meine Frau sich mit ihrer Idee durchsetzt. Ich kenne daher leider aus der ehrenamtlichen Beratung auch die anderen Fälle:

  • Von meinem Kollegen, der sich auf dem Firmenklo die Pulsadern aufschnitt, weil nach zehn Jahren Ehe mit 100.000DM Schulden und ohne Kinder da stand, weil Kinder ja zur Mutter gehörten. Er hatte letztendlich Glück, zu überleben, weil 4 Jahre später rauskam, dass die Mutter schwere Alkoholikerin war und das Jugendamt ihn dann doch für Sorgerechtswürdiger hielt und er seine Kinder die letzten zehn Jahre ihrer Kindheit betreuen durfte.
  • Ich kenne Väter die 5-stellige Beträge zahlen mussten, um überhaupt nur Umgang sicherzustellen
  • Väter die erleben mussten, dass Ihre Kinder gegen sie instrumentalisiert wurden. Ich bin selber ein Kind gewesen, dass von seiner Mutter für ihren Rosenkrieg missbraucht wurde. Ich weiß wie leicht das geht
  • Ich kenne Väter denen mit sexuellen Missbrauchsvorwürfen der Kontakt zu den Kindern unterbunden werden sollte. 

Klar sehe ich auch positive Entwicklungen. Der erste dieser Väter, die Maternal Gatekeeping auf die perfideste Art und Weise erlebten hat sein Kind wochenlang nicht mehr gesehen und würde mit begleitetem Umgang an das traumatisierte Kind herangeführt, während der letzte dieser Väter berichtete wie Familiengericht und Jugendamt unisono nur die Augen verdrehten und drohten die Bindungstoleranz der Mutter zu überprüfen.

Aber wir sind hier noch lange nicht an einem Punkt wo die Diskussion der partnerschaftlichen Betreuungsaufteilung auf Augenhöhe betrieben wird. Sie wird maximal auf der Basis von Respekt betrieben, weil die Mutter hier ihre Vormachtposition nicht ausnutzten will.

Die Große Frage ist was ist tatsächlich Leustung diese Männer, dass sie ein „neuer Vater“ werden konnten

All jene die so stolz auf ihre Leistung schauen, gemeinsam mit ihrer Partnerin auf Augenhöhe die Kinder zu erziehen sollten sich einfach mal die Frage was wäre bei ihnen passiert wäre, wenn sie zu jenen 56 Prozent gehören, die vorher beide Vollzeit gearbeitet haben, wo die Frau nach dem ersten Kind plötzlich festgestellt hätte, dass Kinder eigentlich toller sind, als Sonntagnacht um drei von seinem Chef angerufen zu werden, der gerade aufgrund der Zeitverschiebung am Montagmorgen in China bei Vertragsverhandlungen sitzt, und mit ihr ein hochkomplexes Rechtsproblem diskutieren will, weil der Anlagenvertrag unterschrieben werden muss. Vor allem weil die meisten Frauen, auch wenn sie gut verdienen meist trotzdem Männer haben, die noch besser verdienen. Oder warum beschweren sich die amerikanischen Frauen, dass sie mittlerweile Single bleiben, weil sie keine besser verdienenden Männer mehr finden.

Wie große wäre dann ihre Chance Vater zu sein? Man kann versuchen, ihr einzureden, dass sie doch weiter auf ihre Vorstandskarriere hin arbeiten soll, und man sich selber lieber ums Kind kümmert, aber wenn sie das nicht will, bringt einem auch der verständnisvollste Arbeitgeber nichts, solange der Gesetzgeber nicht für Augenhöhe sorgt.

Deshalb gilt: Nur weil der eigene Tellerrand rosarot ist, heißt es nicht, dass es nicht anderswo reale Probleme gibt. Wenn ich mir ansehe, wie einige Väter wegen ihrer Erfolge, glauben die Probleme andere Väter bagatellisieren zu müssen, dann ist der eigene Tellerrand ein gefährlicher Ort, wenn man nicht den Mut hat, darüber hinauszuschauen.

Fragwürdige feministische Frauenbilder

Das faszinierend ist, wenn feministische Mansplainer sich über die sexistische spalterische Propaganda des Spiegels beschwern, und sich wie Birk Grünling beim Online Auftritt ‚DAD‘ der Mens Health darüber klagen, dass das „Geschlechterklischees kontraproduktiv“ sind.

Es ist schon erstaunlich, wenn so selektiv mit der Verantwortungsbewältigung umgegangen wird. Wird Kritik an dem Verhalten einer nennenswerten Menge von Frauen geübt, heißt es ‚das Blame Game ist kontraproduktiv‘. Allerdings wird im Gleiche Artikel des gleiche Blame Game gespielt, wenn Birk Grünling schreibt:

„Noch eine Zahl: Ganze 6 Prozent aller Väter mit kleinen Kindern arbeiten in Teilzeit,“

https://www.menshealth.de/dad/partner-family/warum-geschlechterkaempfe-muettern-und-vaetern-schaden/

Und nein, dem Zitat folgt nicht der Satz „Aber das ist nicht die Schuld der Väter, denn 75 % der Paare in klassischem Rollenmodell entscheiden sich einvernehmlich darüber“, wie wir aus dem Artikel von Margit Stamm im Spiegel erfahren, und ob es bei den restlichen 25 % schwerpunktmäßig die Männer sind, die dafür verantwortlich sind, darüber haben wir keine gesicherten Zahlen. Warum sollte man also Männern die Schuld geben, wenn Frauen keine Karriere in Vorständen machen, wenn 85 % der Teilzeitarbeiten Frauen das super finden und 60 % das bis zur Rente weiter machen wollen. Außerdem erfahren wir aus dem Artikel von Margit auch noch andere Fakten zur Vaterrolle:

Muss Mann auch Teilzeit arbeiten, wenn er ein neuer Vater sein will? Wohl kaum. Denn es ist eine empirische Tatsache, dass nicht das Ausmaß der väterlichen Berufstätigkeit dafür entscheidend ist, ob Männer engagierte Väter sind. Wer beruflich eingespannt ist, kann im Vergleich zu einem desillusionierten Teilzeitler den Kindern ein feinfühligerer Vater sein und die Partnerin in Fürsorge und Hausarbeit aktiv unterstützen. Wir sollten somit vorsichtiger mit dem Begriff der neuen Väter umgehen.

https://www.spiegel.de/familie/erziehung-wissenschaftlerin-margrit-stamm-ueber-neue-vaeter-und-die-veraenderte-rolle-von-muettern-a-15754dd3-30cb-4d54-a843-179ef8d9d154

Aber seltsamerweise schreiben die gleichen Menschen, die sich über die einseitige Schuldzuweisung des Spiegels beklagen in ihren Artikel darüber wie schwer es für Frauen ist, Karrieren zu machen, weil sie die Kinder betreuen müssen. So schreibt Volker Baisch in seinem Beitrag:

„Ein schlechteres Momentum für so eine steile These kann es kaum geben, nachdem die Belastungen der Pandemie in erster Linie auf den Rücken der Mütter ausgetragen wurden, was nicht heißt, dass auch Väter sich eingebracht haben.“

Statt auf die Studien zu verweisen, nach denen sich Corona eher positiv auf das Väter-Engagement ausgewirkt hat, wird impliziert, dass Mütter Opfer sind. Im Gegensatz zum Vater, dem diese „neuen Väter“aufgrund ihrer eigenen Erfahrung mit einer kooperativen Partnerin, Unwillen unterstellen. Da könnten Mütter natürlich nicht das Produkt der eigenen Entscheidung sein.

Damit befördern sie genau die Rollenklischess, über die sie sich beschweren.

In jedem Artikel über den geringen Anteil von Frauen in Vorständen und Aufsichtsräten wird die Eigenverantwortung der Frau negiert und lieber die Verschwörungstheorie der alten weißen Männer und Patriarchat gepflegt oder desinteressierten Vätern die Schuld gegeben, welche die Frauen nötigen die Kinderbetreuung zu übernehmen.

Wenn aber ein Artikel die Verantwortung von Frauen in den Mittelpunkt stellt, dann wird das Blame Game kritisiert, das Anfeuern des Geschlechterkampfes und bestenfalls unterstellt, dass Väter selber Schuld haben, wenn sie erst nach der Trennung für die gesellschaftliche Anerkennung ihrer Bedeutung als Vater kämpfen. Hätten sie halt vorher Teilzeit arbeiten sollen.

Wenn man jetzt überlegt, wen man für eine verantwortungsvolle Führungsposition einstellt, wen würden Sie dann wählen? Den Bewerber, dem man unterstellt, dass er sich selbst mit rechtlicher Diskriminierung durchsetzen könnte, wenn er nur wollte, oder die Bewerberin, die war seit 45 Jahren kein Mann mehr zwingen kann ihre Karriere zu lassen, und für die wir immer wieder neue ausreden erfinden müssen, weshalb sie auch mit ihrer Freiheit und Gleichberechtigung immer noch seltener Karrieren machen und lieber Kinder betreuen?

Nein, liebe Feministen mit eurer Rhetorik tut ihr der Neugestaltung der Rollen keinen gefallen,

Auch wenn das Eltern-Team, das gleichberechtigt für Kinder und Familieneinkommen sorgen, vielleicht der Idealzustand ist: Manchmal geht nicht immer um die beste Lösung, sondern um die Frage warum wir so selten zu dieser Lösung kommen. Und dann darf man bei der jeweiligen Verantwortung der Geschlechter nicht auf dem einen Auge blind sein.

Über unterhaltsprellende, gewalttätige, desinteressierte Väter, die mit ihrem Narzissmus Frauenkarrieren verhindern, gibt es genug Artikel. Und bei diesen Artikeln schreibt ihr erstaunlicherweise meist nicht „sexistische Spalter“ in eure Timeline, sondern stellt mit einem grüblerischen Smiley die Frage, „was ist eigentlich falsch mit den Männern heute“ um euch gleich als Dream-Eltern-Team Partner zu positionieren.

Probleme zu ignorieren oder Bagatellisieren hat bislang selten ein Problem gelöst. Meist werden sie dann noch größer. Wer glaubt er würde der Welt damit helfen, dem empfehle ich das Kinderbuch „Drachen gibt es doch gar nicht“ von Jack Kent (https://lnkd.in/eHFpsv72), mit dem ich das Problem meiner Tochter erklärt habe, dass sollten auch ideologisch verblendete Dogmatiker verstehen.

2 Kommentare zu „Die Grenzen des eigenen Tellerrandes

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  1. habe ich sie lieber geheiratet, um es meinem Sohn zu ersparen, das seine Mutter mit ihm einfach verschwinden kann und er mich nie wieder sieht.

    Danke für den Beitrag.
    Auch ich musste wirklich schlimme und ekelhafte Kröten schlucken, um mein Kind (jetzt 9) nicht zu verlieren. Ich musste mich viele Jahre lang devot unterwerfen, allerlei juristischen Drohungen über mich ergehen lassen und mich ihnen fügen. Wissend, dass ich vom Tellerrand ins Nichts stürzen würde, wenn ich mich ins juristische Matriarchat begeben hätte.
    Ich hatte mit der Mutter vor Geburt amtlich das gemeinsame Sorgerecht vereinbart, wobei die Mutter in meiner Anwesenheit von den Sachbarbeitern gewarnt wurde, sie würde damit die totale Alleinbestimmung über ihr Kind verlieren.
    Jetzt sind wir doch vorm Familiengericht – und die Beiständin formuliert in ihrer Stellungnahme: „Der Wunsch des Vaters und der Wille des Kindes entsprechen jedoch nicht dem Kindeswohl.“
    Im feministisch-matriarchalen Komplex werden Väter auch zukünftig hinter dem „vorrangigen Elternteil“ (Justizministerin Lambrecht) zurückstehen müssen.

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