Weltmännertag im Frauenministerium

Es ist schon niedlich.

Bereits im Oktober hatte Frau Schwesig ihren Münchhausentag der betrieblichen Entgeltgleichheit ausgerufen. um ihre – auch durch ewige Wiederholung nicht wahrer werdende – Lüge, dass Frauen bei gleicher Arbeit 22% weniger verdienen, mal wieder unter das Volk zu werfen. Offensichtlich wollte das schon damals niemand hören.

Guten Morgen! Heute ist der Tag der betrieblichen Entgeltgleichheit. Er macht auf die bestehende Diskriminierung von…

Posted by Manuela Schwesig on Freitag, 9. Oktober 2015

Gestern war nun Weltmännertag, und anstatt mal ein nettes Wort über die Penisträger zu verlieren, zu denen ja Gerüchten zu Folge auch ihr eigener Mann gehört, stellte sie lieber demonstrativ zur Schau, dass sie die Ministerin für alles außer Männer ist. Sie wies also lieber schon mal auf ihren nächsten LügenbaronInnentag hin: Den Equal Pay Day.

Frauen verdienen weniger als Männer – bei gleichwertiger Arbeit. Auf diese Ungerechtigkeit macht der Equal Pay Day…

Posted by Manuela Schwesig on Dienstag, 3. November 2015

Schließlich könnte  man ansonsten ja über die Weihnachtsfeiertage bis kurz vor den Frühlingsanfang ja vergessen, wie schlecht es den Frauen heutzutage geht.

Genderpaygaptheorie

Wenn man sich allerdings überlegt, dass zur Errechnung der 22% Gender Pay Gap alle Arbeitnehmer, von der ungelernten Teilzeitputzfrauen bis hin zum vollzeitbeschäftigten Ingenieuren in einen Topf geworfen werden, um das männliche und weibliche Durchschnittsgehalt zu errechnen, dann wundert mich am „Equal Pay Day“ eigentlich nur eins, nämlich, dass dieser Tag nicht erst irgendwann zwischen Sommerende und Winteranfang anfängt.

Irgendetwas mit einer geschlechtlichen Benachteiligung hat dieser Tag nämlich nicht zu tun.

Vor dem ersten Kind sind die Gehaltsunterschiede zwischen männlichen und weiblichen Berufseinsteigern in gleichen Berufsfeldern, bei gleicher Arbeitszeit nämlich im Bereich der statistischen Ungenauigkeit (und somit vermutlich eher auf ein besseres oder schlechteres Verhandlungsgeschick zurück zu führen).

Aber bevor man mal nach der eigenen Verantwortung für die schlechtere weibliche Gehaltssituation fragt, ist es natürlich bequemer mal wieder das weibliche Opferabo über zu strapazieren.

Vielleicht sollten Frauen doch lieber mal über ein MINT-Studienfach nachdenken anstatt im Sozialpädagogikstudium ihre inzwischen besseren Schulabschlüsse für die Selbstverwirklichung zu vergeuden. Oder sie sollten die Work-Life-Blance nicht über die Karriereambitionen stellen, wenn sie darüber klagen, dass sie weniger Geld als die Männer bekommen.

Nicht dass ich den weiblichen Ansatz nicht sympathisch und nachvollziehbar finde. Ich habe mich auch dafür entschieden lieber Zeit für meine Kinder zu haben, als für 20-50% höhere Stundensätze für irgendwelche Projekte durch die Republik zu ziehen, aber ich käme nicht im Traum auf die Idee so zu tun, als wäre es sexuelle Diskriminierung, die mich für meine persönliche Entscheidung bestraft. Letztendlich bezahlen die Auftraggeber die Bedingungslose Flexibilität und Überstundenbereitschaft meiner Konkurrenten.

Wenn Frauen wirklich soviel billigere Arbeitskräfte wären, die den gleichen wirtschaftlichen Nutzen des Unternehmens für 22% weniger Lohn erbringen, dann würde heutzutage kaum noch ein Mann Arbeit finden, oder er würde ebenfalls für weniger Geld arbeiten, denn da sind die kapitalistischen Mechanismen von Angebot und Nachfrage äußerst effektiv.

Arbeitgeber machen sich bei den Tarifverhandlungen in der Regel wegen jedes Prozents Lohnerhöungen wie ein kleines Mädchen ins Hemd. Wer glaubt, dass diese nun Männern nur aufgrund ihres Geschlechtsteiles 22% mehr zahlen, der bewegt sich eigentlich in Deutschland auf einer Ebene mit Chemtrail-Jüngern und Menschen die Unterstellen dass 9/11 von der CIA organisiert wurde Und vermutlich ist die Gender Pay Gab die einzige Verschwörungstheorie, die immer wieder Beachtung in den Seriösen Medien findet, ohne dass man sich über ihre Verbreiter lustig macht

Vielleicht sollten Sie, liebe Frau Schwesig, mal für Gleichberechtigung im Familienrecht sorgen. Dann hätten Männer nämlich einen Grund mehr sich mehr für die Familie zu engagieren und somit würden Kinder für Männer endlich genauso ein Karrierehemmnis.

Wenn man aber Trennungsväter nur noch als Unterhaltszahler sehen will, muss man sich nicht wundern, dass Männer sich lieber auf ihre Karriere konzentrieren, und nach der Geburt des ersten Kindes lieber ein paar Überstunden mehr machen um den Gehaltsverlust durch die künftig, in der Regel nur noch maximal teilzeiterbeitende Mutter zu kompensieren.

Denn die Karriere wird ihnen noch nicht von der diskriminierenden Regelungen eines Sorge- und Unterhaltsrechts behindert und da sind sie auch nicht auf die Unterstützung einer sexistischen Familienministerin angewiesen, die Männer nach der Trennung offensichtlich nicht mehr zu ihrer Familienklientel zählt.

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2 Gedanken zu „Weltmännertag im Frauenministerium

  1. Hat unser Alles-Außer-Männer-Ministerin eigentlich auch mal etwas zu den doch sehr unterschiedlichen Arbeitsstunden von Männern und Frauen gesagt?

    Bei den Männern hat über den gesamten betrachteten Zeitraum (1991 bis 20134) die durchschnittliche Arbeitszeit leicht um 1,6 Stunden abgenommen: Während die Gruppe der Männer im Jahr 1991 im Durchschnitt auf 41,2 Arbeitsstunden pro Woche kam, waren es im Jahr 2013 durchschnittlich noch 39,6 Stunden. Damit verkürzte sich die durch-schnittliche Arbeitszeit zwischen 1991 und 2013 um 4 Prozent.

    Bei den Frauen ging die durchschnittlich normalerweise geleistete Arbeitszeit um 4,1 Stunden und damit weitaus stärker zurück: Im Jahr 1991 kamen die erwerbstätigen Frauen in Deutschland auf durchschnittlich 34,4 Stunden. Innerhalb von etwas mehr als zwanzig Jahren sank dieser Wert auf 30,3 Stunden, wobei der Rückgang in den letzten Jahren nicht weiter fortzuschreiten scheint. Der Rückgang der durchschnittlichen Arbeitszeiten der Frauen zwischen 1991 und 2013 beläuft sich allerdings insgesamt betrachtet auf 12 Pro-zent.

    http://www.boeckler.de/pdf/p_wsi_report_22_2015.pdf

    Wenn man von 4 Wochen Urlaub und somit 48 Arbeitswochen pro Jahr ausgeht, ergibt sich ein Unterschied zwischen Männern (48 x 39,6 = 1900,8) und Frauen (48 x 30,3 = 1454,4) von 446,4 Stunden pro Jahr. Ausgehend von 39,6 h pro Woche ein Unteschied von 11,3 Wochen, fast 3 Monate jedes Jahr, die Frauen weniger erwerbstätig sind.

    Nach vier Jahren im gleichen Beruf hätten Frauen dann nur effektiv drei Jahre Berufserfahrung gesammelt. Bei 40 Arbeitsjahren eine ganzen Jahrzehnt weniger gearbeitet. Und da wundern sich Leute über unterschiedliche Gehaltsentwicklungen?

    Man könnte jetzt behaupten die Frauen werden gezwungen zu hause zu bleiben, aber dummerweise ist ein Ergebnis der Allensbach-Studie:

    Meist geht es bei den Gesprächen vor allem darum, ob und mit wie vielen Stunden die Mutter nach der Elternzeit zurück in den Job geht. Dass der Vater wieder Vollzeit arbeitet, steht meist nicht zur Disposition.

    Der Wunsch der Mutter, beim Kind zu bleiben, hat laut Studie maßgeblichen Einfluss auf die Entscheidung, wer zuhause bleibt oder reduziert arbeitet.

    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/so-teilen-deutsche-eltern-die-arbeit-auf-allensbach-studie-a-1042242.html

    Also wie soll das „Problem“ gelöst werden? Sollen Männer weniger arbeiten? Sollen Frauen gezwungen werden wieder schneller in den Beruf einzusteigen? Soll Frauen einfach mehr für die gleiche Arbeit bezahlt werden?

    (ich hatte schon mal kommentiert, aber nach absenden war der Browser weiß geblieben.)

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