Mein persöhnliches #Aufschrei-Erlebnis

Lieber, Lieber Gott warum tust du so was? Nachdem du uns letztes Jahr aufgrund einer etwas wenig selbstbewusst wirkenden „Journalistin“, und ihrer Tanzkarteneinträge wieder mal eine Sexismus-Debatte beschertest, in der rauf und runter dekliniert wurde, dass Gleichberechtigung doch bitte bedeutet soll, damit sich Männer künftig wie Mädchen verhalten, anstatt endlich mal zu lernen selbstbewusst mit männlicher Andersartigkeit umzugehen, hatte ich persönlich gehofft, dass das Thema ein für allemal abgehakt wäre. Doch kaum wiege ich mich in dieser trügerischen Sicherheit beglückt uns die Zeit mit einem Artikel „Den Aufschrei in die Schule tragen„, in dem eine Pädagogin beschreibt, wie sie das Bewusstsein für Sexismus ihren Schülern nahe bringen will. Prinzipiell sicherlich nichts verwerfliches daran Jugendlichen beizubringen, dass eine Anmache nicht unbedingt darin bestehen sollte, einer Frau solange die Hand auf den Hintern zu legen, bis diese gewalttätig wird, aber wenn ich dann allerdings Anekdoten wir diese lesen muss:

„Vor ein paar Jahren saß ich in einem Zugabteil allein mit einem Soldaten. Er sagte: Wir können doch jetzt hemmungslos rumknutschen, dann kommt bestimmt niemand mehr ins Abteil. Ich habe ihn zwar abwehren können, aber nicht selbstbewusst und gerade heraus. Und ich habe mich schlecht gefühlt.“

dann möchte ich doch gerne wieder in den Tisch beißen und mir die Frage stellen, ob solche Frauen eigentlich keine Väter haben, bei denen sie gelernt haben souverän mit so einem Verhalten umzugehen, ohne ein schlechtes Gewissen zu haben? Denn entweder hat sie das Bedrohliche an diese Situation unterschlagen, oder nicht sein missglückter Annäherungsversuch war das Problem, sondern ihre Unfähigkeit mit dieser Situation souverän umzugehen. Ich fühlte mich Prompt inspiriert mein persönliches Aufschrei Erlebnis der Diskussion bei zu steuern. Ich war 19 Jähriger und habe auf dem Père Lachaise einer etwas älteren Frau, die gerade in der Grabsteinlandkarte studierte, über die Schulter geschaut, um zu sehen wo das Grab von Jim Morrison lag. Die Italienerin (wie ich später feststellte) sah mich zweideutig an und fragte mich ob wir zusammen Grabsteine ansehen wollten. Die Schönheit meiner Seele konnte sie nach dem kurzen Augenblick kaum kennen. Offensichtlich wurde sie nur von meinem damals sehr ansehnlichen Adonis-Körper angesprochen. Wow, was für eine Anmache. Wenn sie ein Soldat gewesen wäre und ich ein 19 Jähriges Mädchen würde ich jetzt vermutlich auch Mitleidsbekundungen aus aller Welt erhalten und eine Einladung zu Frau Maischberger bekommen, wenn ich das unter #Aufschrei gepostet hätte, um meinen traumatisierenden Friedhofsbesuch therapeutisch aufzuarbeiten. Aber so musste ich als gerade mal volljähriger junger Mann alleine mit diese Situation klar kommen. Zum Glück war das auch nicht so schwer. Wenn sie nicht mein Typ gewesen wäre, hätte ich vermutlich einfach gesagt: „Tut mir leid, Habe Migräne.“ und hätte vielleicht gehofft dass das freundlich genug war, um sie nicht zu traumatisieren, denn auch als Mann knalle ich anderen Menschen nicht gerne mehr an den Kopf als sie verdienen und ihre Frage war schließlich sehr freundlich gestellt gewesen. Aber zum Glück war sie mein Typ und die gefühlten dreißig Projektwochen zum Thema „Sexismus“, „Der Mann als Scheißkerl“ und „geschlechtsneutrale Fortpflanzung“ sind zum Glück ohne Schaden an mir vorbeigegangen. So musste ich mich nicht zum Sexobjekt degradiert fühlen, ob dieser plumpen Anmache. Zum Glück, denn das wurde nach 28 Museen, Schlössern und anderen „Sehenswürdigkeiten“ in dieser Woche mein persönliches Highlight der Klassenreise, auch wenn mein Ruf bei meiner Religionslehrerin ruiniert war und sie mir unterstellte ich würde ja nur auf Friedhöfe gehen um Frauen kennen zu lernen. Und dass obwohl ich doch voll unschuldig war.

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